SVG Eisenbahn-Erlebniswelt Horb am Neckar
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Klein-Rangierlokomotive

Köf II

Die Kleinlokomotiven der Leistungsgruppe II (Beispiel: Baureihe Kö II) wurden als Kleinlokomotiven mit geringer Masse und geringer Antriebsleistung für leichte Rangieraufgaben entwickelt. Sie wurden nach der Erprobung einiger Versuchslokomotiven ab 1932 bei der Deutschen Reichsbahn in Dienst gestellt und auf kleinen Bahnhöfen im leichten Verschub- und Rangierdienst eingesetzt. Die Fahrzeuge sollten die Abwicklung des Güterverkehrs wirtschaftlicher gestalten. Dazu musste der entsprechend geschulte Aufsichtsbeamte die Rangieraufgaben mit der Lokomotive erledigen können. Dementsprechend wurde diese Diesellokomotive robust und leicht bedienbar entwickelt.

Als Energiequelle verfügten die Kleinlokomotiven zumeist über Dieselmotoren (Alte Bezeichnung Kö/Köf/Köe), aber es gab sie auch mit Benzolmotor als Kb/Kbf/Kbe und mit elektrischen Batterien (Akku- bzw. Speicherlokomotiven: Ks/Ka) sowie als Einzelstück mit Dampfmotor. Der dritte Buchstabe bezeichnet die Art der Kraftübertragung. Fehlt er, so hat die Lok ein Schaltgetriebe, das f steht für ein Flüssigkeitsgetriebe und das e für elektrische Fahrmotoren, die durch einen dem Motor nachgeschalteten Generator gespeist wurden. Köf steht also für Kleinlok mit Öl-(Diesel-)Motor und Flüssigkeitsgetriebe. Quelle: Wikipedia.org

Köf II 323 351-6 in Horb

Ankunft mit Schwertransport in Horb am 17. Februar 2015: 323 851-6. Aufnahme: Markus O. Robold


Unsere Köf II für die Eisenbahn-Erlebniswelt, die 323 851-6, wurde im Jahr 1960 unter der Fabriknummer 13219 von der Arnold Jung Lokomotivfabrik GmbH, Jungenthal, gebaut. Die Abnahme erfolgt am 8. August 1960 bei der Deutschen Bundesbahn. Zu den Einsatzgebieten der Lok gehörten die Betriebshöfe Landau, Ludwigshafen und zuletzt Mannheim. Zum 01.06.1986 erfolgte die z-Stellung, am 31.10.1990 die Ausmusterung. Die Lok konnte dann im November 1993 an das Silinwerk van Baerle & Co. GmbH, Gernsheim, verkauft werden, wo die Lok bis Mitte der 2000er Jahre im Einsatz war. Im Sommer 2014 wurde das Silinwerk stillgelegt, wodurch wir die funktionsfähige Lok zu äußerst fairen Bedingungen - zusammen mit einigen teilweise 100 Jahre alten Kesselwagen - übernehmen konnten. Die Lok erhält nun eine Revision, einen Neulack und wird auf dem Museumsgelände für Verschiebearbeiten und Führerstandsmitfahrten eingesetzt.

Die 323 851-6 verfügt über einen Kälble-Motor der Bauart GN 130s (Reihen-Sechszylinder-Diesel) mit 128 PS und hat eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h. Als Besonderheit kann die 17 Tonnen schwere Lok, die über Hydraulik/Ketten angetrieben wird, mit zwei Luftbehältern und einer Führerstandsheizung aufwarten.

Kesselwagen

2 der 3 bis zu 100 Jahre alten Kesselwagen. Aufnahme: Markus O. Robold





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